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Tiere in unserem Land

Die meisten Tiere in unserem Land sind den Menschen bekannt. Aber es gibt auch Tiere die man leicht verwechseln kann. Besonders bei diesen Arten erfahrt ihr wie man sie sicher unterscheidet. Ich möchte zeigen wie vielfältig und wie interessant unsere Tiere sind. Die meisten Videos habe ich selbst gedreht, andere stammen von guten Freunden. Alle gezeigten Tiere leben in unserem Land oder sind hier her eingewandert. Es besteht also eine sehr gute Chance, dass ihr die vorgestellten Tiere auch selbst in der freien Wildbahn zu sehen bekommt. Ich werde auch mit wertvollen Tipps zum Beobachten der Tiere nicht geizen. Wenn man weiß, wo man ein Tier findet ist es natürlich viel leichter es auch mit eigenen Augen zu sehen. Zusätzlich bekommt ihr hier Informationen für eigene Videoaufnahmen in der Natur.

 

 

zu meiner Person

 

 

Seit vielen Jahren bin ich Tierfilmer aus Leidenschaft. Wenn ich ein Tier in der Wildnis beobachten kann, macht mich das glücklich. Allerdings bin ich kein "klassischer Tierfilmer". Ich setze mich nicht für eine gute Aufnahme tagelang auf den Hochsitz eines Jägers und ich verbringe meine Zeit auch nicht in einem Tarnzelt. Meine Art Tiere zu filmen ist eher die "Safarimethode". Ich bewege mich im Pirschgang langsam und vorsichtig durch die Natur wie ein Buschmann in der Kalahari. Beim Gehen versuche ich keine Geräusche zu machen und so wenig wie möglich aufzufallen. Bevor ich losgehe achte ich darauf, dass meine Kleidung nicht raschelt und die Reißverschlüsse nicht klappern. Ausgerüstet mit Proviant, Wasser, einem Messer, mehreren Kameras und viel Geduld, gehe ich ganz früh am Morgen los. Bereits vor Sonnenaufgang bin ich im Wald. Ein Stativ benutze ich eher selten. Meistens filme ich aus der Hand oder mit einem schnell geschnitzten Einbeinstativ. So bin ich mobiler und muss nicht darauf warten, dass mir die Tiere vor die Kamera laufen. Ich warte also nicht passiv, sondern suche die Tiere aktiv in der Natur. Im Wald bewege ich mich ganz langsam und vorsichtig. Ich versuche so wenige Geräusche zu machen, wie nur möglich. Vorsichtig setze ich einen Fuß vor den Anderen und achte auf jedes Geräusch und jede Bewegung im Geäst und am Boden. Immer wieder bleibe ich stehen und lausche in den Wald. Auf der Pirsch ist es nicht wichtig wie viele Kilometer ich zurückgelegt habe. Viel wichtiger ist, dass ich die Tiere nicht vergräme und nicht frustriert, mit langen Schritten voran stapfe, nur weil ich gerade keine Tiere sehe.  

Immer wieder bleibe ich stehen, schaue mich um und achte auf alles um mich herum. Vögel sind oft gute Anzeiger für andere Tiere. Zetern sie aufgeregt in den Zweigen, kann es sein dass ein Marder oder ein Greifvogel in der Nähe ist. Dann heißt es, sich noch langsamer und vorsichtiger bewegen und die Augen und Ohren offen halten! Viele Vögel halten sich in der Nähe von Gewässern auf. An wilden, unberührten Bächen oder Flüssen ist die Chance besonders groß, auf Tiere zu treffen. Wenn ich eine Lichtung oder gar eine frisch gemähte Wiese im Wald entdecke, bin ich wie elektrisiert und freue mich. Dann bleibe ich hinter einem Busch oder einem Baum in Deckung und beobachten die Lichtung erst einmal für eine Weile. Sehe ich ein Tier auf der Wiese, bleibe ich in Deckung und bewege mich nicht. Steht der Wind günstig, kann es sein, dass noch nicht einmal der scheue Fuchs mich bemerkt. Habe ich genug gefilmt oder hat das Tier die Lichtung verlassen, ohne dass ich von ihm entdeckt wurde, ziehe ich mich langsam und vorsichtig zurück, ohne die Lichtung zu betreten. Die Stelle merke ich mir, für die nächste Pirsch. Oft kehren die Tiere zurück und so kann ich sie erneut beobachten. Auf Wiesen die lange nicht gemäht wurden, bin ich besonders vorsichtig. Oft liegen Rehe oder Hasen im hohen Gras und schrecken erst dann auf, wenn ich ganz nah bin und fast auf sie trete. Wiesen und Lichtungen sind auch gute Beobachtungsplätze für Vögel. Besonders wenn Eichen, Erlen, Buchen und andere Laubbäume in der Nähe stehen. Wo Spechte leben, da gibt es viele Löcher in den Bäumen. In diesen Löchern brüten auch andere Vögel. Haben ich ein solches Loch entdeckt, behalte ich es für eine Weile im Auge. Manchmal entdecke ich eine Meise oder einen anderen Vogel beim Brutgeschäft. Dann ist es wichtig genügend Abstand zu halten, um die Vögel nicht zu beunruhigen. Wenn ich bemerke, dass die Vögel immer noch aufgeregt sind, obwohl ich bereits sehr weit weg bin, dann stelle ich mein Dreibeinstativ auf und lasse die Videokamera einfach laufen, während ich mich so weit entferne, dass ich die Vögel nicht mehr störe. Zu hause freue ich mich dann an meinen Aufnahmen, aber im Wald benehme ich mich so, als wäre ich zu Gast bei Freunden.

 

 

Im Frühling helfe ich mit Freunden bei der Rehkitzrettung. Kaum jemand weiß, wie viele Kitze in jedem Frühjahr bei der Wiesenmahd zu Tode kommen. Die Landwirte fahren mit ihren großen Maschinen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit über die Wiesen. Bei dieser Geschwindigkeit können sie unmöglich die frisch abgelegten Kitze im hohen Gras entdecken. Das Gras ist oft hüfthoch, steht sehr dicht und die Kitze pressen sich bei Gefahr an den Boden. Sie laufen nicht weg, sondern vertrauen auf ihre Tarnung. Aber ihre hervorragende Tarnung rettet sie nicht vor dem Mähwerk! So werden Jahr für Jahr mehr als 100.000 Kitze getötet.

Nach der Mahd finden die Landwirte dann nicht selten die zerfetzten Kitze mit abgetrennten Beinen oder abgeschnittenen Köpfen.

Eigentlich sollen die Landwirte ihre Wiesen vor der Mahd absuchen. Aber wer einmal früh am Morgen auf einer Wiese im hohen, nassen Gras nach Kitzen gesucht hat, der weiß, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, dort zu Fuß ein Kitz zu finden. Noch nicht einmal ausgebildete Spürhunde haben in dem hohen Gras eine Chance auch nur ein einziges verstecktes Kitz zu finden, weil die Tiere noch keinen eigenen Geruch haben. Hunde wie Menschen laufen nur wenige Zentimeter an den Kitzen vorbei, ohne sie zu entdecken.

 

Deshalb helfen wir den Landwirten kostenlos bei der Suche. Dafür benutzen wir einen GPS gesteuerten Multicopter mit einer Wärmebildkamera. Mitten in der Nacht beginnen wir mit der Suche, weil der Boden dann noch kalt ist. In einer speziellen Videobrille können wir das Wärmebild sehen. Liegt ein Kitz auf der zu mähenden Wiese, können wir es auch im hohen Gras leicht finden. Im Videobild ist es als warmer Punkt auf der kalten Wiese ganz genau zu erkennen und der Copter zeigt uns den Weg. Wir begeben uns dann vorsichtig an die Stelle und bauen einen kleinen Zaun um das Kitz herum. Dieser Zaun sieht aus wie ein Windschutz am Strand. Er hindert das Kitz am Weglaufen und zeigt dem Landwirt genau wo es auf seiner Wiese liegt. So kann er darum herum mähen und ist sich ganz sicher, dass dieses Tier nicht zu Schaden kommt. Nach der Mahd bauen wir den Zaun sofort wieder ab und verlassen die Wiese. Dann dauert es meistens nicht lange und die Ricke kommt zurück. Still und heimlich holt sie ihr Kitz ab und verschwindet mit ihm in einem neuen Versteck.

 

In diesem Video kann man sich ein Bild machen, wie die Kitzrettung funktioniert. Wer Fragen dazu hat, kann sich gern an Wildtierhilfe MV wenden. Nachahmer sind immer gern gesehen.

 

Vogelmord

Sie werden auf meiner Internetseite viele Tiere in verschiedenen Videos sehen. Ich bin gern mit Tieren zusammen und es ärgert mich wenn andere Menschen achtlos mit ihnen umgehen, sie misshandeln oder gar töten. Deshalb versuche ich den Tieren so viel zurück zu geben wie ich nur kann. Ich versuche andere Menschen aufzuwecken und sie auf Missstände hinzuweisen. Eine unserer großen Herausforderungen ist der Vogelmord im Mittelmeerraum.

 

Wenn ihnen im Ausland im Restaurant oder auf einem Markt gebratene kleine Vögel angeboten werden, dann schauen sie genau hin. In den meisten Fällen handelt es sich um Singvögel. Sie werden illegal in Fallen und Netzen gefangen. In Italien und Frankreich kann man die Vögel zwar nicht mehr auf der Speisekarte finden, fragt man jedoch im Restaurant nach, dann bekommt man sie häufig immer noch serviert.

 

Besonders in Ägypten hat der Vogelmord derartige Dimensionen erreicht, dass die Bestände vieler Arten bedroht sind.

Das Land am Nil ist das Durchzugsgebiet für viele Europäische Zugvögel in das südliche Afrika. An der Küste des Ägyptischen Mittelmeeres wurde die größte Vogelfanganlage der Welt errichtet. Sie erstreckt sich über 700 Kilometer von der Libyschen Grenze im Westen bis zum Gaza-Streifen im Osten. Jeder Strauch, jeder Baum wurde in der Nähe des Ufers mit Netzen abgedeckt. Weil es an der Küste jedoch nicht genügend Vegetation gibt, hat man Unmengen zusätzliche Stangen in die Erde gesteckt und Netze zwischen ihnen gespannt. Wenn die Vögel aus dem Norden kommend, das Mittelmeer überquert haben, sind sie vollkommen erschöpft. Sie sehnen sich nach einem Landeplatz und schaffen es häufig nur noch mit letzter Kraft an das Ufer Ägyptens. So bald sie den Strand erreicht haben, suchen sie sofort nach einem Landeplatz. Allerdings gibt es an dieser Küste keinen einzigen Baum oder Strauch, der nicht mit einem Netzt für den Fang der Vögel präpariert wurde. So verfangen sich in jeder Saison Millionen Vögel in den Netzen. Sie werden auf den Märkten des Landes verkauft und in den Restaurants als Delikatessen serviert.

 

Ein Beispiel ist der Wachtelkönig. Er brütet in den Feuchtwiesen des Odertals in Brandenburg. In den vergangenen Jahren wurde viel deutsches Steuergeld ausgegeben, um die Feuchtwiesen und damit die schrumpfende Population des Wachtelkönigs zu stabilisieren. Im Herbst fliegen die Vögel nach Afrika in ihr Winterquartier südlich der Sahara. Aber statt im sicheren Winterquartier landeten viele auf dem Grillteller in Ägypten. Ebenso ergeht es Nachtigallen, Drosseln, Finken, Baumpieper, Neuntöter oder Grasmücken. Jeder 17. europäische Zugvogel landet in ägyptischen Fangnetzen und wird von Menschen gegessen. Von allen in Deutschland brütende Vogelarten sind 85 Arten von diesem Vogelmord betroffen.

 

Egal wo auf der Welt, wenn sie sehen, wie die toten Zugvögel oder andere geschützte Tiere angeboten werden, dann machen sie Fotos und lassen sie ihre Videokamera surren! Scheren sie sich nicht um das Missfallen der Einheimischen! Stellen sie diese Vogelmörder an den Pranger im Internet. Schreiben sie in Bewertungsportalen gepfefferte Kommentare für die Restaurants, in denen Singvögel angeboten werden. Versalzen sie ihnen das Geschäft und zeigen sie ihnen die Macht des Kunden! Verhindern sie so, dass andere Leute in diese Länder fahren und dort Geld ausgeben. So treffen sie die Vogelmörder an der Stelle an der es ihnen weh tut.

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