© Lviatour

Unterschied zwischen Reh und Hirsch

Reh und Hirsch gehören beide zur Familie der Hirsche. Sieht man die Tiere in weiter Entfernung, kann man die beiden Arten leicht verwechseln. Aus der Nähe betrachtet unterscheiden sich Rothirsche von den Rehen deutlich durch ihre Körpergröße und durch die Größe des männlichen Geweihs. Rehe erreichen ein Körpergewicht von bis zu 25 kg und eine Schulterhöhe von bis zu 80 cm. Rothirsche erreichen bis zu 300 kg und eine Schulterhöhe von bis zu 1,50 Meter. Rehe sind Einzelgänger, nur im Winter leben sie in kleinen Rudeln. Hirsche leben grundsätzlich in Herden.

 

Oft wird der Rothirsch "König der Wälder" genannt. Dabei gebührt dieser Titel eigentlich dem Reh, denn Hirsche leben nicht freiwillig im Wald. Sie werden durch die Jagt in die Wälder gedrückt und durch die Winterfütterung in die Wälder gelockt. Ohne Jagt und ohne Fütterung würden sie auf Wiesen und Weiden leben, wie es als Steppentier ihre Natur ist. Allein wenn man sich das große Geweih der Männchen anschaut, wird jedem klar dass es sehr beschwerlich sein muss mit diesem riesigen Kopfschmuck im Wald zu leben. Zu leicht bleibt der Hirsch damit überall an den Ästen hängen. Der Körper des Rehs ist mit dem kleinen Geweih, dem schmalen Brustkorb und den kräftigen Hinterläufen für ein Leben im Wald sehr gut angepasst.

Der Hirsch hat eine breite Brust, einen verhältnismäßig langen, schlanken Hals. Im Vergleich zum Reh ist der Kopf des Hirsches sehr viel länger und schmäler.

Die männlichen Hirsche werfen ihr Geweih jedes Jahr etwa im Februar bis April ab. Schon kurz darauf wächst es ihnen erneut und bereits nach etwa 5 Monaten präsentieren sie sich mit ihrem voll ausgebildeten Kopfschmuck.

Genau wie die Hirsche werfen auch die Rehböcke ihr Geweih jedes Jahr im Oktober oder November ab. Auch bei ihnen beginnt es sofort unter einer schützenden und nährenden Basthaut neu zu wachsen.

 

In der Natur kann man Rehe an ihren bellenden Lauten erkennen. Es ist die am häufigsten zu vernehmende Lautäußerung des Rehs und ist meist dann zu hören, wenn die Tiere aufgeschreckt werden. Mit fiependen Lauten locken sich Kitz und Ricke gegenseitig. Auch während der Brunft ruft die Ricke fiepend nach dem Bock. Der Bock ist dagegen beim Treiben der Ricke häufig durch ein keuchendes, pfeifendes Schnauben zu hören.

 

Rothirsche verfügen ebenfalls über eine Reihe verschiedener Töne. Am bekanntesten ist das Röhren der männlichen Hirsche in der Brunft. Genau wie Rehe geben Rothirsche kurze bellende Schrecklaute von sich, wenn sie beunruhigt sind.

 

Um es noch einmal ganz klar zu sagen, das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch! Die beiden Arten verpaaren sich nicht, sie sind genetisch noch nicht einmal kompatibel.

 

junge Rothirsche allein, ohne Mutter unterwegs

Ein paar Tage zuvor sah ich diese beiden jungen Hirsche noch bei ihren Müttern in der Herde. Aber es war Paarungszeit und so hat sie vermutlich ein Platzhirsch als Konkurrenten wahrgenommen und davon gejagt. Jetzt müssen sie ihr Leben allein in die Hand nehmen.

 

 

Rothirsche während der Brunft

Mitten in der Nacht ist es am schönsten im Wald. Überall röhren die Hirsche, überall knacken Zweige, man hört die Tiere schnaufen und stöhnen. Noch lange vor Sonnenaufgang konnte ich die Hirsche sehen und es schien, als würde ein Hirsch alle Weibchen für sich beanspruchen. Aber dann trat ein Rivale auf den Plan und der Platzhirsch versteckte sich im Wald. Er brüllte laut, blieb aber in seinem Versteck. Wahrscheinlich traute er sich nicht in die Arena zu dem Rivalen und wich einem Kampf lieber aus. Trotzdem ging die Geschichte nicht so aus, wie ich erwartet habe. Die Weibchen sind nicht in hellen Scharen zu dem Rivalen übergelaufen. Nur wenige ließen sich von dem starken Männchen überzeugen und sind mit ihm gegangen. Die meisten Weibchen blieben bei dem Platzhirsch der sich nicht traute, mit seinem Rivalen zu kämpfen. Ich vermute, dass die männlichen Hirsche bei der Paarung gar nicht so viel zu sagen haben. Letztendlich entscheiden die Weibchen, mit wem sie sich paaren, egal wie stark die Männchen sind.

 

 

 

zutraulicher Rehbock

Dieser Rehbock hat mich sehr wohl gesehen, mich aber vollkommen ignoriert. So als wäre ich gar nicht da.

 

 

der allererste Tag eines Rehkitz

Ein Rehkitz zu finden ist immer etwas besonderes. Dieses war erst einen Tag alt und hatte noch keine Ahnung wie man sich im Wald benimmt. Es fiepte nach seiner Mutter und erregte meine Aufmerksamkeit. Wäre ich ein Fuchs gewesen, dann wäre es wohl um dieses Kitz geschehen.

 

 

zwei sehr entspannte Rehe auf einer Wiese

Diese beiden Rehe habe ich über einen langen Zeitraum beobachtet. Sie hatten keine Ahnung, dass ich in der Nähe war. Sonst wären sie wohl kaum so entspannt auf ihrer Wiese geblieben.

Dies ist eine mit page4 erstellte kostenlose Webseite. Gestalte deine Eigene auf www.page4.com