© J. Dietrich

Nachtigall

Die Nachtigall ist eine Vogelart aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Tatsächlich sieht sie ein wenig unspektakulär aus und ist äußerlich leicht mit einem Spatz zu verwechseln. Vom Schnabel bis zur Schwanzspitze wird sie etwa 16,5 cm lang und ist damit etwa so groß wie ein Spatz. Mit ihrem Gewicht von 18 bis 27 Gramm ist die Nachtigall auch etwa so schwer wie der Spatz. Sie ist am Rücken hell braun gefärbt, die Unterseite ist gelb braun bis hellgrau und ihr Schwanz ist rotbraun. Aber die Gemeinsamkeiten von Spatz und Nachtigall enden bereits bei der Größe und der ähnlichen Färbung. So bald die Nachtigall singt, kann man die beiden Vögel nicht mehr verwechseln. Während der Spatz ein eher eintöniges Liedchen singt, schmettert die Nachtigall in unglaublicher Lautstärke so facettenreich wie kein anderer Vogel. Wer sie einmal bewusst gehört hat, vergisst diesen Gesang nie mehr. Im Frühjahr, gleich nach ihrer Rückkehr aus Afrika, singen die Nachtigallenmännchen ab elf Uhr nachts bis in den Morgen. Während der Brutsaison, von Mitte April bis Mitte Juni singen sie dann auch tagsüber. Nachtigallenmännchen erlernen ihren Gesang in frühester Jugend von benachbarten Vögeln. Sie beherrschen zwischen 120 und 260 unterschiedliche Strophen. Nachtigallen besiedeln dichtes Gebüsch aber auch Feldrandhecken. Sie leben ebenso am Waldrand wie in feuchtem Gelände. Oft habe ich bemerkt, dass Nachtigallen dort brüten, wo es viele Frösche gibt. Das ist verständlich, denn beide Arten lieben Insekten. Wenn sie also auf ihrer Pirsch das Quaken von Fröschen hören, dann hören sie noch etwas genauer hin. Vielleicht entdecken sie in der Nähe eine Nachtigall. Das Weibchen baut das Nest allein.

Manchmal kann man es direkt am Wegesrand, in Büschen oder im dichten Unterholz direkt am Boden finden. Das Gelege besteht aus vier bis sechs grün braunen Eiern. Sie werden vom Weibchen 13 bis 14 Tage bebrütet. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert. Nach 11 bis 12 Tagen verlassen die Jungen das Nest, werden aber 14 bis 15 Tage weiterhin betreut.

 

 

Nachtigall mitten in Berlin

Diese Nachtigall ist im Gegenlicht nicht wirklich gut zu sehen, aber dafür um so mehr zu hören. Sie war etwa 25 Meter oder mehr entfernt. Trotzdem klingt es so, als würde sie direkt neben der Kamera stehen.

 

 

Nachtigall auf dem Land

Diese Nachtigall filmte ich in der Nähe eines Froschteiches. Wer genau hin hört, kann die Frösche im Hintergrund singen hören.

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