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Grauer Kranich

Kraniche werden bis zu 1,25 Meter groß und erreichen eine Flügelspanne von bis zu 2,45 Meter. Mit ihren langen Beinen und ihrem schlanken Hals sehen diese Vögel spektakulär aus. Auf dem Kopf tragen sie eine leuchtend rote "Kappe". Auffällig sind die langen schönen Federn, die über den Schwanz herabhängen.

 

Das Brutgebiet der Grauen Kraniche erstreckt sich von der Elbe bis an die Küste Sibiriens. In Deutschland brüten etwa 1.500 Paare, die meisten davon in Mecklenburg-Vorpommern. Während der Brut sind die Paare sehr wehrhaft. Werden sie gestört, greifen sie an und schlagen sogar Wildschweine oder Füchse in die Flucht. Trotzdem sollte man Kraniche während der Brut auf keinen Fall beunruhigen. Auch wenn sie sehr wehrhaft sind, verlassen sie doch sehr schnell ihr Nest und geben die Brut auf.

Relativ leicht kann man Kraniche bei der Nahrungssuche auf den Wiesen in Nordostdeutschland finden. Sie leben auch an Seen und in Sümpfen. Da sie keine Kostverächter sind, ernähren sie sich von Samen und Pflanzen ebenso wie von Insekten, Fröschen, Eidechsen und Mäusen. Sie rasten gern auf offenen Wiesen oder abgeernteten Stoppelfeldern. Zum Schlafen suchen sie sich gern einen Platz für die Nacht, wo sie mit den Füßen im Wasser stehen. So kann sich kein Feind unbemerkt anschleichen.

 

Männliche Vögel wiegen bis zu 6,1 Kilogramm, Weibchen sind etwas kleiner und erreichen nur bis zu 5,9 Kilogramm. Graue Kraniche können mit bis zu 25 Jahre recht alt werden, in Gefangenschaft sogar bis zu 40 Jahre. Sie verständigen sich mit sehr lauten trompetenartigen Rufen, die weit über das Land schallen.

 

Ab Mitte August finden sich die Vögel an den Sammelplätzen ein. Während des Fluges zeigen die Altvögel ihren Jungen den Weg in den Süden, in die Überwinterungsgebiete in Spanien und Portugal. Manche Vögel ziehen auch weiter bis nach Nordafrika. Die Insel Rügen liegt genau auf einer ihrer Flugrouten. Deshalb kann man dort von Ende August bis Ende Oktober unglaublich viele rastende Kraniche sehen. Besonders am Abend sammeln sie sich an ihren Schlafplätzen. Ihre Rufe sind dann über viele Kilometer zu hören. Auf Rügen gibt es extra für die Beobachtung angelegte Aussichtspunkte. Dort lassen sich Kraniche störungsfrei beobachten. Rastvögel flüchten bereits, wenn der Mensch noch über 300 Meter entfernt ist.

 

Die Hauptbedrohung für die Kraniche ist der Mensch. Immer mehr Feuchtgebiete gehen verloren durch Entwässerung, Dämme, die Intensivierung der Landwirtschaft und durch die Zersiedelung der Landschaft. Aber auch elektrische Freileitungen und Windräder stellen Gefahren dar.

 

 

Flug des Kranichs in Zeitlupe

 

 

Kraniche mit Nachwuchs

Das Video habe ich in Brandenburg in der Nähe von Berlin gedreht. Noch unterscheiden sich die jungen Kraniche deutlich von ihren Eltern.

 

 

Singende und hüpfende Kraniche

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