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Eichhörnchen

Der Lebensraum unserer Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) erstreckt sich von Nordspanien über Skandinavien bis an die Küste Sibiriens, am Pazifik. Sie werden schnell handzahm und lassen sich mit Futter anlocken.

 

Eichhörnchen gehören zu den Säugetieren. Ihr Fell ist entweder rötlich oder dunkelbraun bis schwarz. Nur die Bauchseite ist immer hell gefärbt. Dunkle Eichhörnchen leben eher im Gebirge, die Roten findet man auf dem flachen Land. So bald es kälter wird, wachsen ihnen die langen Ohrpinsel. Im Sommer fallen diese langen Haare wieder aus. Mit ihren starken Krallen können Eichhörnchen hervorragend klettern und finden in jeder Baumrinde Halt. Sie können kopfüber genau so schnell nach unten klettern wie nach oben. Die kleinen Tiere sind wahre Muskelpakete und Sprünge bis zu fünf Meter sind nicht ungewöhnlich. Während der Flugphase benutzen sie ihren buschigen Schwanz als Steuerruder. In kalten Nächten eignet sich der, bis zu 20 Zentimeter lange Schwanz, auch hervorragend als wärmende Decke.

Die Nester der Eichhörnchen werden Kobel genannt und sind oben geschlossen. Der Einstieg ist ein kleines Loch im Boden.

Bereits früh im Jahr beginnt die Paarungszeit. Schon im Februar jagen sich die Eichhörnchen gegenseitig durch das Geäst und um die Baumstämme herum. Nach etwa 38 Tagen Tragezeit bringt das Weibchen drei bis fünf Junge zur Welt. Die Kleinen sind nackt, blind, taub und auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen. Nach etwa vier Wochen öffnen sie ihre Augen. Zu dieser Zeit haben sie auch bereits ein voll ausgebildetes Fell und können jedes Geräusch wahrnehmen. Sie wachsen sehr schnell und nach nur acht Wochen verlassen sie das Nest. Viele Tiere paaren sich im Sommer ein zweites Mal und ziehen einen zweiten Wurf groß, um die hohe Sterblichkeit der Jungen auszugleichen.


Eichhörnchen haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und verbrauchen viel Energie. Deshalb plagt sie schon sehr früh am Morgen der Hunger. Dann springen sie von Ast zu Ast und suchen sich ihre Nahrung. Den Boden berühren sie nur selten und verbringen fast ihr gesamtes Leben in den Baumkronen. Wenn sich ein Eichhörnchen doch einmal am Boden aufhält, läuft es nicht wie ein Hund oder eine Katze auf vier Beinen. Es bewegt sich in Sprüngen vorwärts. Immer wieder hält es inne und schaut sich nach Gefahren um. Nahrung, die nicht sofort gefressen wird, vergräbt es. Früher glaubte man, dass sich die Tiere an ihre Verstecke erinnern. Doch dafür reicht das kleine Gehirn des Eichhörnchens nicht aus. Vielmehr ist es so, dass die Tiere eine sehr feine Nase haben und ihre Verstecke am Geruch erkennen. So finden sie ihre Nahrung auch unter einer dicken Schneedecke wieder. Im Herbst werden Eichhörnchen schläfrig und verbringen mehr Zeit in ihren Nestern. Einen richtigen Winterschlaf halten sie aber nicht. So bald sie hungrig werden wachen sie auf, klettern aus dem Nest und plündern eines ihrer Verstecke. Weil Eichhörnchen viele ihrer Vorräte nicht wieder finden, werden sie als Waldarbeiter sehr geschätzt. Mit ihrer Arbeit tragen sie viel zur Verjüngung des Waldes bei. Wenn die Temperatur im Winter unter Null Grad liegt und das Wasser gefrohren ist, fressen Eichhörnchen Schnee. Dieses Verhalten wurde bisher nur selten gefilmt. Im Video ganz unten ist es zu sehen.

Eichhörnchen sich echter Allesfresser. Ganz oben auf ihrer Speisekarte stehen Nüsse. Egal ob Hasel- oder Walnüsse, sie brauchen mit ihren scharfen Zähnen nur wenige Sekunden, um eine Nuss aufzubeißen. Aber sie fressen auch Bucheckern, Fichtenzapfen, Obst, sogar Jungvögel und Vogeleier. Da ihre Nagezähne ständig nachwachsen, benötigt sie möglichst viel feste Nahrung mit harter Schale. An diesen harten Schalen wetzen sie ihre Zähne ab, kürzen und schärfen sie.

 

 

Eichhörnchen springen von Ast zu Ast in Zeitlupe

Eine kleine Bewegungsstudie der Eichhörnchen.

 

 

Eichhörnchen frisst aus der Hand

Dieses Eichhörnchen habe ich mit Nüssen vom Baum gelockt. Es war der erste Versuch und hat sofort geklappt. Als ich ihm die Nuss hin hielt, war ich ein wenig gemein und habe nicht sofort los gelassen. Erst als es ein zweites Mal kam, habe ich ihm die Nuss gegeben.

 

 

Eichhörnchen als Naschkatze

An heißen Tagen tritt aus den Blättern der Eiche manchmal ein süßer Saft aus. Dieses Eichhörnchen hatte nichts besseres zu tun, als diesen Saft von den Blättern zu lecken.

 

 

Nistmaterial für den Nestbau

Hier konnte ich ein Eichhörnchen beim Sammeln von Nistmaterial filmen. Es ist schon erstaunlich wie viel davon in ein so kleines Maul hinein passt. 

 

 

Eichhörnchen frisst Schnee

In der Zeitlupe ist es deutlich zu sehen, wie das Eichhörnchen seinen Durst mit Schnee stillt. Zum Glück haben die Tiere einen sehr hohen Stoffwechsel. Mit der Bewegung ihrer Muskeln erzeugen sie viel Energie. So wärmen sie den Schnee in ihrem Magen sehr schnell auf und unterkühlen nicht.

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