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Unterschied zwischen Waldmaus und Rötelmaus

Waldmaus

 

Waldmäuse (Apodemus sylvaticus) sind relativ klein mit großen Augen und einem langen Schwanz. Sie wiegen nur 13 bis 36 Gramm. Ihr Fell ist oben gelbgrau bis braungrau. Die Bauchseite ist etwas heller gefärbt, nur die Hinterfüße sind oben weiß behaart.

 

Man findet sie nicht nur im Wald, sondern auch in offener Landschaft. Sie bewohnt Wiesen, Brachland, Ufer und Parks. Die Waldmaus zählt zu den häufigsten Säugetierarten Europas und ist nicht vom Aussterben bedroht. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Nordafrika bis Norwegen und von Portugal bis in die Ukraine.

 

Waldmäuse sind überwiegend nachtaktiv und können sehr gut klettern. Ihre Erdbaue sind sehr tief und haben zwei Eingänge, eine Nest- und eine Vorratskammer. Im Winter werden die Nester von mehreren Tieren bewohnt.

 

Die Waldmaus ist ein Nagetier, ernährt sich aber wie ein Allesfresser. Ihre Nahrung besteht aus Samen und Früchten wie Eicheln, Bucheckern und Haselnüssen. Gern fressen sie auch Knospen und Insekten.

In Mitteleuropa haben Waldmäuse meistens drei Würfe im Jahr. Die Tragzeit beträgt 23 bis 24 Tage. Die fünf bis sieben frisch geborenen Jungmäuse wiegen bei der Geburt etwa 1,5 bis 2,0 Gramm. Ihre Augen öffnen sich im Alter von 12 bis 14 Tagen. Weibchen sind bereits im ersten Sommer ihres Geburtsjahres geschlechtsreif und können sich fortpflanzen.

Bei einem guten Nahrungsangebot gibt es deutlich mehr Waldmäuse. In Wäldern kann die Siedlungsdichte in guten Jahren bis auf über 50 Mäuse pro Hektar steigen. In nahrungsarmen Jahren kann es sein dass man nur eine einzige Maus pro Hektar findet.

Die Waldmaus ist eines der wichtigsten Beutetiere für Füchse, Marder, Greifvögel, Schlangen und andere Tiere. In einem guten Mäusejahr haben auch die Beutegreifer mehr Nachwuchs.

 

 

Rötelmaus

 

Die Rötelmaus (Myodes glareolus) wird auch Waldwühlmaus genannt. Die Art zählt zu den häufigsten Säugetieren in Europa und ist nicht gefährdet. Mit sieben bis 13 Zentimetern sind Rötelmäuse relativ klein, ihr Schwanz wird bis zu sechs Zentimeter lang. Sie wiegen bis zu 35 Gramm.

Ihr Fell ist am Rücken rotbraun bis fuchsrot, manchmal auch gelblich. Das Bauchfell ist weißlich bis grau und die Pfoten sind hell.

 

Man findet die Rötelmaus von Portugal bis zum Altai Gebirge in Nadelwäldern, Mischwäldern, Hecken und Büschen sowie in Feuchtgebieten.

 

Rötelmäuse graben sich Baue im Erdboden. Sie bleiben gern in Deckung und legen ihr weitläufiges Netz aus Wegen unter der Laubschicht oder unter der Schneedecke an. Zum Bau gehören auch Vorratskammern in denen sie Nahrungsvorräte einlagern. Für die Nester nutzen Rötelmäuse alle Materialien die gerade verfügbar sind. So kann ein Nest aus Moos oder aus weichen Pflanzenfasern bestehen. Ebenso werden feine Holzfasern, Gras oder trockenes Laub genutzt. Es werden aber auch Tierhaare oder Federn verwendet.

 

Rötelmäuse sind tagaktiv, bei hohem Jagddruck können sie ihre Aktivitäten jedoch in die Nacht verlegen.

 

Sie gehören zu den Nagetieren, ernähren sich jedoch sehr abwechslungsreich, fast wie Allesfresser. Sie fressen Gräser, Kräuter und Keimlinge ebenso wie Knospen, Samen, Früchte und Pilze. Baumrinde steht ebenso auf der Speisekarte wie Insekten, Spinnen und Würmer. Gelegentlich fressen sie auch Vogeleier. Für den Winter legen sie einen Vorrat aus Eicheln, Bucheckern und anderen Samen an.

 

Fast alle Beutegreifer sehen die Rötelmaus als eine wichtige Nahrungsquelle. Egal ob Rotfuchs, Marder oder Eule, alle ernähren ihre Jungen mit Rötelmäusen. Bei Schlangen, wie zum Beispiel Kreuzottern oder Ringelnattern stehen sie ebenfalls auf der Speisekarte. Auch für den Weißstorch oder den Graureiher zählen Rötelmäuse zu den Leckerbissen.

 

Die Tragzeit beträgt etwa drei Wochen. Weibliche Rötelmäuse werfen zwei- bis maximal dreimal in ihrem Leben. Sie bringen pro Wurf drei bis sieben Junge zur Welt. Die Lebenserwartung der Rötelmaus liegt im Mittel bei 1,5 Jahren, sie kann aber in Ausnahmefällen ein Alter von elf bis zwölf Jahren erreichen.

 

Waldmaus im Schnee

Die Waldmaus habe ich am Ufer der Warnow aufgenommen. Es hat mich überrascht die Maus so lange zu sehen. Oft sind sie bereits nach wenigen Sekunden wieder verschwunden.

 

 

 

Rötelmaus im Laub

Eigentlich waren es vier Mäuse, es ist aber immer nur eine im Bild. So hat man den Eindruck, dass es immer die gleiche Maus ist. Die Tiere leben unter dem Laub und haben dort richtige Straßen angelegt. Oben hört man es rascheln, sieht aber meistens nichts. 

 

 

 

Rötelmaus zwischen den Baumstämmen

Leider nur ein sehr kurzes Video. Aber länger wollte diese Maus nicht vor der Kamera verweilen.

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