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Buntspecht

Der Buntspecht ist etwa so groß wie eine Amsel. Man findet ihn von der Atlantikküste bis zum Pazifik, er ist der häufigste Specht in Deutschland. Mit seinem schwarz-weiß-roten Federkleid ist er eine auffällige Erscheinung. Er ist etwa 23 Zentimeter groß und wiegt bis zu 90 Gramm. Buntspechte finden mit ihren spitzen, gebogenen Krallen stets einen guten Halt in der Borke der Bäume. Zwei Krallen zeigen nach vorne und zwei nach hinten. Die Haut an den Füßen ist sehr dick und schützt sie vor Insektenstichen. Kopfschmerzen kennt der Buntspecht nicht. Ingenieure haben sich seinen Kopf und seinen Schnabel bei der Entwicklung neuer Schutzhelme zum Vorbild genommen.


Das Männchen besitzt einen roten Nackenfleck und ist damit recht leicht vom Weibchen zu unterscheiden. Bei den Jungvögeln tragen beide Geschlechter einen komplett roten Scheitel. In ihrer Jugend ähneln sie dem nah verwandten Mittelspecht.

 

Zum akustischen Repertoire des Buntspechtes zählt das Trommeln an den Bäumen. Ein Trommelwirbel besteht aus 10 bis 16 Schlägen und dauert nur etwa zwei Sekunden.

 

Seine Nahrung sucht sich der Buntspecht am Stamm, wie auch an dicken und dünnen Ästen. Am Waldboden bekommt man ihn eher selten zu Gesicht. Er vertilgt Spinnen, Insekten und vor allem im Winter häufig Früchte wie Bucheckern, andere Samen, Beeren kleine Wirbeltiere und selten auch Vogeleier. Seinen Durst stillt er häufig am Saft der Bäume. Wer einen Buntspecht im eigenen Garten sehen möchte, der sollte die abgestorbenen Äste an seinen Bäumen stehen lassen. Sogar recht schwaches Totholz wirkt wie ein Magnet auf ihn.

 

Wie alle Spechte ist auch der Buntspecht ein Höhlenbrüter. Er zimmert seine Bruthöhle selbst und bevorzugt dazu weiche Holzarten oder morsche alte Bäume. Das Weibchen legt vier bis sieben weiße Eier. Sie werden etwa 11–13 Tage lang bebrütet. Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel etwa drei bis vier Wochen lang gefüttert, bis sie ausfliegen. In der zweiten Hälfte der Fütterungsphase sind die Nester wegen des ununterbrochenen lauten Gezeters der Jungvögel leicht zu entdecken.

Viele andere Vögel sind auf die Arbeit des Buntspechtes angewiesen. Ohne seine Höhlen hätten sie keinen Platz für ihre Jungen.

 

Hin und wieder holt sich der Buntspecht die Kücken anderer Vögel aus den Nestern. Vor seinem scharfen Schnabel ist keine Brut sicher. Besonders gern holt er sich den Nachwuchs von Kolmeisen und Blaumeisen, weil die Altvögel so klein sind, dass sie ihm nicht gefährlich werden können. Innerhalb weniger Sekunden vergrößert er das Einflugloch und holt sich die Jungvögel heraus. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum Blaumeisen so viele Junge haben.

Buntspechte füttern ihre Jungen

Diese gierige Bande hat von früh bis spät Hunger und verlangt ständig mach Nahrung. 

 

 

Beide Eltern am Nest

Diese Spechte hatten es noch nicht ganz so eilig. Wahrscheinlich waren die Jungen noch ganz klein und brauchten noch nicht so viel Futter.

 

 

Specht frisst Samen aus Kiefernzapfen

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