© Demimieux Jean Michel

Waschbär

Der Waschbär (Procyon lotor) ist ein unfreiwilliger Einwanderer aus Nordamerika. Er wurde als Pelztier über den Atlantik gebracht weil man sein Fell begehrte. Einige Tiere entkamen jedoch in die Freiheit. Inzwischen findet man sie auch im Kaukasus und in Japan. Waschbären fühlen sich wohl in wasserreichen Laub- und Mischwäldern. Sie zählen zu den Raubtieren und sind nachtaktiv. Ihre Anpassungsfähigkeit und ihre Intelligenz sind legendär. Deshalb findet man sie in unseren Wäldern ebenso, wie auf den Dachböden unserer Häuser.

Wenn sie einen "Problembären" in ihrem Garten oder ihrem Haus haben, sollten sie ihren Kompost abdecken und ihre Mülltonnen fest verschließen. Vernageln sie jede Öffnung in ihrer Garage, dem Gartenhäuschen oder dem Geräteschuppen. Bieten sie den Tieren keinen Einstieg in ihr Haus und keine Kletterhilfen wie Äste, Rank- und Kletterpflanzen an Hauswänden oder lose Dachziegel. Denken sie auch an die Hunde- oder Katzenklappe.

 

Zu seinem deutschen Namen kam der Waschbär durch sein Verhalten. Er liebt es, Muscheln und Krebse im Wasser zu ertasten, was so aussieht als würde er die Nahrung waschen. Seine schwarze Gesichtsmaske und sein Sohlengang machen ihn unverwechselbar. Die Tiere werden maximal bis zu 71 Zentimeter lang und bis zu 9,0 Kilo schwer. Waschbären sind nicht die schnellsten Läufer, aber sie können hervorragend klettern und sehr gut schwimmen.

Mit ihrem unglaublichen Gehör sind sie in der Lage, die Regenwürmer zu hören wenn sie sich im Erdboden bewegen.

 

Waschbären sind Allesfresser, sie ernähren sich zu einem großen Teil von pflanzlicher Kost, aber auch von Schnecken, Fischen und Amphibien. Von Mäusen und Vogeleiern ernähren sie sich eher selten. Miteinander verwandte Weibchen teilen sich oft ein gemeinsames Revier. Männchen leben allein, aber hin und wieder auch gern in Gesellschaft anderer Männchen. Nach einer Tragezeit von etwa 65 Tagen bringt das Weibchen zwei bis fünf Junge zur Welt. Nur die Mütter kümmern sich um die Welpen, während die Männchen ihrer Wege gehen. In Gefangenschaft können Waschbären über 20 Jahre alt werden. In der freien Natur werden sie im Durchschnitt allerdings nur zwischen 1,8 und 3,1 Jahre alt. Jagd und Verkehrsunfälle sind die beiden häufigsten Todesursachen.

 

Kleine Waschbären werden gefüttert

Manchmal verlieren kleine Waschbären ihre Mutter. Dann sind die Babys auf Hilfe angewiesen. Zum Glück gibt es freundliche Menschen die sich um diese Waisen kümmern und ihnen Liebe schenken. Diese Tiere sollen aber nicht für immer in einem Käfig bleiben. Irgendwann sollen sie in die Wildnis zurückkehren und dort so leben, wie es sich für Waschbären gehört.

Die Pflege dieser Tiere kostet unendlich viel Geduld, Zeit und Geld. Deshalb suchen wir verantwortungsvolle Menschen die ähnliche Fälle eigenständig betreuen. Bei den "Pflegekindern" wird es sich nicht immer um Waschbären handeln. Wir wissen nie, welche Tiere bei uns abgegeben werden. Wer sich also dazu entschließt, sollte nicht nur genügend Zeit und Geduld mitbringen. Er sollte auch über ein großes Grundstück mit genügend Auslauf für die Tiere verfügen. Kontaktiert mich, wenn ihr euch vorstellen könnt und wenn ihr über die Voraussetzungen verfügt.

 

 

Abgeschossen und einfach liegen gelassen

Ich hätte diese beiden Waschbären gern lebend gezeigt. Leider wurden sie abgeschossen und einfach im Revier des Seeadlers liegen gelassen. Der Seeadler frisst nicht nur Fisch, sondern auch Aas. Er könnte sich leicht an den verschossenen Bleikugeln vergiften. 

 

 

Kleine Waschbären im Baum

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