Kleiber

Der Kleiber (Sitta europaea) verdankt seinen Namen seinem Verhalten.

Er ist in der Lage das Einflugloch seiner Bruthöhle bis auf die für ihn passende Größe mit Lehm zu verkleben. So schützt er sein Gelege vor Mardern oder Rabenvögeln. Der kleine Vogel wird auch "Spechtmeise" genannt, weil seine Lebensweise an Spechte und Meisen erinnert.

Er wird 12 bis 15 Zentimetern groß und nur 23 Gramm schwer. Als einziger Vogel überhaupt kann er kopfüber einen Baumstamm hinunter laufen.

 

Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Spinnen, Insekten, Insekteneiern und Larven. Im Herbst frisst er gern energiereiche Samen, Beeren und Nüsse. Größere Käfer klemmt der Kleiber in eine Rindenspalte, hängt sich kopfüber darüber und meißelt mit seinem kräftigen Schnabel kleine Bissen ab. Auf die gleiche Weise klemmt er Bucheckern, Nüsse und Eicheln ein, um sie dann mit den kräftigen Schlägen seines Schnabels zu knacken.

 

In hoch gelegenen Bruthöhlen ziehen die Kleiber ihren Nachwuchs groß. Bereits im März beginnt diese Vogelart mit dem Nestbau. Mitte April legt das Weibchen dann sechs bis sieben Eier. Die Jungtiere werden häufig mit Raupen gefüttert und Anfang Juni verlassen sie bereits das Nest. Nur selten brüten die Eltern danach gleich noch einmal.

 

Den eurasischen Kleiber findet man von Großbritannien bis Japan in Laubwäldern, Mischwäldern, Parks und Gärten. In Deutschland leben ungefähr acht Prozent seines weltweiten Bestandes. Kleiber sind ihrem Revier ganzjährig treu. Jungtiere suchen sich nach dem Erreichen ihrer Selbstständigkeit eigene Reviere und ziehen nur lokal umher.


Zum Glück ist der Bestand in Deutschland stabil, momentan leben bei uns ca. 600.000 bis 1,4 Millionen Brutpaare. Deshalb gilt der Kleiber bei uns nicht als gefährdete Art. Das könnte sich jedoch schnell ändern. Wir sollten seinen Lebensraum, unsere Buchen- und Eichenwälder unbedingt schützen und so dem Kleiber zur Seite stehen. Die Vögel lieben es, an totem Holz herum zu hämmern und sich an diesen alten Stämmen ihre Nahrung zu suchen. Deshalb sollten wir immer genügend Totholz für sie im Wald stehen lassen.

 

Kleiber kopfüber

In diesem Video ist gut zu sehen wie der Vogel kopfüber den Stamm hinab läuft. Im Hintergrund kann man den Gesang seiner Artgenossen sehr gut hören.

 

 

Kleiber auf dem Schilfdach

Ein Schilfdach ist ein herrliches Ökosystem. Viele Insekten leben hier und einige Vögel finden hier ihre Nahrung. Es ist gut zu sehen, wie der Kleiber eine Wespe erbeutet.

 

 

Kleiber sammelt Insekten

Dieser maßlose Kleiber hatte den ganzen Schnabel voller Insekten. Vermutlich hat der Vogel nur darauf gewartet, dass sein Brutpartner endlich fertig wird, mit der Fütterung der Jungen. So dass er selbst endlich seine Beute übergeben kann. Die Nisthöhle habe ich leider nicht entdeckt. 

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