© Sławek Staszczuk

Kohlmeise

Kohlmeisen (Parus major) werden von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende etwa 14 cm lang. Sie gehören bei uns zu den häufigen Vögeln. Ihr Lebensraum erstreckt sich von Europa über Asien und den Nordwesten Afrikas. In Deutschland findet man sie in Wäldern und Parkanlagen und Gärten. Auch in den Wohngebieten der Menschen fühlen sich die Vögel wohl.

 

Bei uns in Deutschland ist die Kohlmeise die größte aller hier lebenden Meisen. Mit ihrer eindeutigen Färbung ist sie unverwechselbar. Man kann sie leicht an ihrem schwarz gefärbten Kopf mit weißen Wangen erkennen. Ein schwarzer Streifen schmückt die gelbe Brust und den Bauch. Beim Männchen ist diese Streifen etwas breiter und länger. Auf dem Rücken tragen Kohlmeisen moosgrüne Federn. In der Natur suchen sich die Vögel fetthaltige Samen, Insekten, Nüsse und Larven als Nahrung. Besonders in den Wintermonaten lassen sie sich leicht mit einer Handvoll Körner, Erdnusskernen oder Sonnenblumenkernen auf die Fensterbank locken.

 

Als Höhlenbrüter ist die Kohlmeise in der Wahl ihres Nestes nicht besonders wählerisch. Gern nimmt sie von Menschen angebotene Nistkästen an, wenn die Baumhöhlen der Umgebung alle belegt sind. Findet sie einen leeren Briefkästen, ein altes Rohr oder einen umgekippten, verrosteten Eimer mit einem Loch, dann baut sie auch darin ihr Nest. Bei der Einrichtung hingegen ist das Weibchen besonders sorgfältig. Sie stattet das Innere ihres Nestes komplett mit Moos aus. In der Mitte legt sie eine Kuhle an, die sie mit kleinen weichen Federn und Tierhaaren auspolstert. In dieses warme und behagliche Nest legt sie dann bis zu 15 Eier. Ein normales Gelege besteht jedoch nur aus 6 bis 12 Eiern.

 

Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Jungen und dann beginnt für die Eltern die arbeitsreichste Zeit. Drei Wochen lang ist das Meisenpaar mit unermüdlicher Futtersuche beschäftigt. In dieser Zeit bekommen die Jungen nur weiches Futter wie Raupen, Larven und Insekten. Nach dem Ausfliegen werden die Jungen noch etwa 10 Tage lang weiter gefüttert. In manchen Jahren wird den Jungen auch nach 25 Tagen immer noch Nahrung in den offenen Schnabel gestopft. Bei günstigem Wetter brütet die Kohlmeise zweimal im Jahr.

 

Wird man als Kohlmeise geboren, dann hat man viele Feinde, wie z.B. Sperber, Hauskatze, Falke, Elster und Buntspecht. Die meisten Kohlmeisen erleben nicht ihren ersten Geburtstag, trotzdem sind diese Vögel nicht gefährdet.

 

 

Wie zähmt man eine Meise? Teil 1

In diesem Video habe ich einfach mal versucht, die Meise auf meine Hand zu locken. Nach wenigen Minuten hatte sie genug Vertrauen und hat die Erdnuss von meiner Hand genommen. Es war der erste Versuch und es hat mich selbst am Meisten überrascht, dass es sofort geklappt hat.

 

 

Wie zähmt man eine Meise? Teil 2

In diesem Video ist die Meise schon viel zutraulicher. Irgendwann hat sie bereits auf mich gewartet und eines Tages kam sie auf meine Hand obwohl sie gar keinen Hunger hatte. Sie war einfach daran gewöhnt, mich jeden Morgen zu begrüßen.

 

 

 

Drei Meisen am Futternetz

In unserer ausgeräumten Landschaft finden Vögel immer weniger Futter. Deshalb schadet es nicht, wenn sie den Vögeln helfen. Ein paar Erdnusskerne sind nicht teuer und so ein Früchtenetz ist schnell gefüllt. Einen Bindfaden hat jeder zuhause und mehr braucht es nicht. Die Vögel werden ihren neuen Futterplatz schnell finden und annehmen. Ich bin mir sicher, sie werden ihre Freude daran haben.

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