© Mark Medcalf

Haubenmeise

Die Haubenmeise (Lophophanes cristatus) oder auch (Parus cristatus) ähnelt in Größe und Aussehen der Tannenmeise und der Sumpfmeise. Allerdings unterscheidet sie sich von den anderen beiden Arten durch die hübsche Haube auf ihrem Kopf. Weltweit gibt es mehrere Meisenarten mit einer Kopfhaube. In Europa ist die Haubenmeise die einzige mit diesem Alleinstellungsmerkmal. Die Oberseite der Haubenmeise ist mit einem warmen Braun gefärbt, während die Unterseite hell bis bräunlichgrau erscheint. Ihre Haube ist schwarzweiß und erinnert ein wenig an Fischschuppen. Von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende wird die Haubenmeise etwa 11,5 cm lang.

Haubenmeisen treten oft paarweise auf. Meistens sind sie wenig gesellig, entweder kämpfen sie an einer Futterstelle um ihren Platz oder sie verlassen ihn. Seite an Seite mit anderen Vögeln fressen sie nur sehr ungern.

 

Haubenmeisen findet man von Spanien bis zum Ural. Allerdings fehlen die Vögel in Italien, auf dem Balkan, in Kleinasien und auf den Britischen Inseln. In Deutschlands Nadel- und Mischwäldern ist die Haubenmeise weit verbreitet. In Gärten und Parkanlagen tritt sie nur dann auf, wenn dort Nadelbäume stehen. Haubenmeisen sind Standvögel und verlassen nur selten ihr Revier.

 

Im Sommer ernährt sich die Haubenmeise vorwiegend von kleinen Insekten und Spinnen. Nach dem die Jungen ausgeflogen sind, fressen die Altvögel auch gern Sämereien. Haubenmeisen kommen deutlich seltener als alle anderen Meisen an menschliche Futterstellen.

 

Die Haubenmeise benötigt eine gesunde Mischung von alten und jungen Bäumen im Wald. Sie fühlen sich wohl auf kleinen Lichtungen und am Waldrand. Die Vögel brauchen abgestorbene Bäume, in denen sie brüten können. Sie sind ausgesprochener Höhlenbrüter und zimmern ihre Behausung fast immer selbst. In sehr seltenen Fällen nehmen sie aber auch Nistkästen an. Paarung und Brut läuft bei ihnen von April bis Juni ab. Hat das Weibchen einen passenden Platz gefunden, hämmert es mit seinem kleinen Schnabel die Bruthöhle selbst in das weiche Holz. In der Höhle legt sie ein kleines napfförmiges Nest an und polstert es mit Moos, Tierhaaren und Spinnweben.

Die Eiablage beginnt ab etwa Mitte April. Das Weibchen legt etwa fünf bis neun Eier. Sie bebrütet ihr Gelege etwa 15 bis 18 Tage allein und wird in dieser Zeit von ihrem Männchen gefüttert. Nach dem Schlupf werden die Küken dann von beiden Eltern 18 bis 21 Tage lang mit winzigen Insekten und Spinnen gefüttert. Die Lebenserwartung der Vögel beträgt unter günstigen Umständen etwa zwei bis drei Jahre. Ihr Bestand ist nicht gefährdet.

 

 

Haubenmeise an der Futterstelle

Diese kleine Haubenmeise kommt nur sehr selten an meine Futterstelle. So bald ein anderer Vogel ihr das Futter streitig macht, ist sie beleidigt und bleibt für Monate fort.

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