© Alpo Roikola

Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix)

Auf den ersten Blick ist der Waldlaubsänger ein wenig unscheinbar. Wenn man jedoch genauer hinschaut offenbart sich dem Betrachter die Schönheit dieses kleinen Vogels. Er ist etwa elf bis dreizehn Zentimeter lang, hat eine Flügelspannweite von 19 bis 24 Zentimetern. Der Waldlaubsänger wiegt nur etwa acht bis dreizehn Gramm. Er hat einen weißen Bauch, eine gelbe Kehle und einen gelben Überaugenstreif. Sein Rücken ist grün, seine Brust gelblichweiß gefärbt. Männchen und Weibchen sind kaum von einander zu unterscheiden, sie haben die gleiche Färbung. Bei guten Bedingungen kann der Waldlaubsänger in Freiheit bis zu acht Jahre alt werden. Von allen heimischen Laubsängerarten ist er der Größte.

Von Ende April bis Anfang August hört man seinen Gesang in unseren Buchenwäldern.

Dort wo die Wälder sehr dicht, dunkel und feucht sind, wo kaum Unterholz wächst, kommt er am häufigsten vor.


Der Waldlaubsänger ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Spinnen in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien. Im Herbst frisst er hin und wieder auch Beeren. Bei der Nahrungssuche hält er sich häufig im unteren Kronenbereich der Bäume auf.

 

Der Waldlaubsänger brütet in unseren Wäldern, überwintert jedoch im tropischen Afrika. Um Kraft zu sparen fliegt der kleine Vogel die weite Strecke in sein Winterquartier fast nur in der Nacht. Am Tag würde ihn die Hitze der Sonne sehr schnell erschöpfen. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Großbritannien bis Sibirien.

 

Waldlaubsänger brüten ab dem zweiten Lebensjahr. Viele Männchen leben dann in einer monogamen Saisonehe. Doch etwa dreißig bis sechzig Prozent der Männchen suchen sich ein zweites Weibchen in einem anderen Revier.

Im Frühling bauen die Vögel ihr Nest aus Halmen und Gras, gut versteckt in der Nähe des Bodens. Von Mai bis Juli ist die Hauptbrutzeit. Ein Gelege normaler Größe besteht aus sechs bis sieben Eiern. Sie werden 12 bis 14 Tage bebrütet. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungvögel noch 12 bis 13 Tage im Nest. In Europa wird der Bestand auf rund 7 Millionen Brutpaare geschätzt.

 

singender Waldlaubsänger

In diesem Video macht der Waldlaubsänger seinem Namen alle Ehre und singt was das Zeug hält.

 

 

Waldlaubsänger erholt sich

Dieser kleine Bursche ist in mein offenes Fenster hinein geflogen. Als er wieder hinaus wollte, ist er von innen gegen die Fensterscheibe gekracht. Wie so viele Vögel kann auch der Waldlaubsänger Glas nicht sehen. Er war ein wenig benommen und hat sich in meiner Hand von dem Schreck erholt. Nach einer Weile hat er meine Streicheleinheiten sehr genossen und wollte gar nicht mehr weg fliegen. Ich musste ihn regelrecht zum Abfluf drängen.

Dies ist eine mit page4 erstellte kostenlose Webseite. Gestalte deine Eigene auf www.page4.com