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Unterschied zwischen Haussperling und Feldsperling

Haussperlinge und Feldsperlinge (Passer domesticus und Passer montanus) gehören beide zur Familie der Finken. Damit zählen sie natürlich auch zu den Singvögeln.
Im Volksmund werden beide Arten Spatzen genannt, weil die wenigsten Leute sie unterscheiden können.

Das Männchen des Haussperlings erkennt man am schwarzen Brustlatz, der bis unter den Schnabel reicht. Seine Kopfplatte ist aschgrau gefärbt. An den Seiten des Kopfes trägt der Haussperling kastanienbraune Federn. Das Weibchen ist nicht so auffällig gefärbt und sieht ein wenig verwaschen aus. 

 

Der Feldsperling ist eher in Dörfern und deutlich seltener in der Stadt anzutreffen. Hin und wieder sieht man ihn jedoch auch in Stadtparks und Grünanlagen. Männchen und Weibchen sind nur schwer von einander zu unterscheiden. Ihre Kopfplatte ist schön braun gefärbt. Feldsperlinge tragen zwei weiße Binden über den braunen Flügeln und weiße Ohrflecken mit einem schwarzen Tupfen in der Mitte. Für meine Begriffe sehen Feldsperlinge ein klein wenig hübscher aus als ihre frechen Verwandten, die Haussperlinge.

Beide Arten haben sich dem Menschen angeschlossen und werden Kulturfolger genannt. Sie sind an das Leben der Menschen gebunden und ernähren sich von unserem Getreide und häufig auch von unseren Abfällen. In dichten Wäldern, weit ab von menschlichen Siedlungen, kommen sie nicht vor. Ihre Jungen schlüpfen völlig nackt aus den Eiern und müssen in den ersten Tagen ihres Lebens ständig gewärmt werden. Sperlinge sind Höhlenbrüter und bauen ihre Nester gern in den Mauerspalten und Ritzen unserer Häuser. Weil viele Hausbesitzer ihre Häuser jetzt mit einer Dämmung versehen, finden die Sperlinge immer weniger Brutplätze. Zur Not bauen einige Paare auch überwölbte Kugelnester mit einem seitlichen Eingang. Das deutet auf eine entfernte Verwandtschaft mit den afrikanischen Webervögeln hin. Sperlinge brüten gern in der Nachbarschaft anderer Paare. Die Männchen sind verträglich untereinander und beanspruchen kein eigenes Revier. Damit unterscheiden sie sich von anderen Finkenarten. In kalten Nächten schlafen Sperlinge häufig in ihren Nestern. Dieses Verhalten kommt in der Vogelwelt nur ganz selten vor. Feldsperlinge schlafen sogar paarweise in ihren Nestern und wärmen sich gegenseitig. Anscheinend sind sie nicht gern allein und machen alles gemeinsam. Beginnt ein Sperling mit einem Staubbad im Sand, dauert es meist nicht lange bis ein anderer Vogel es ihm gleich tut.
Obwohl die Sperlinge zu den Singvögeln gehören ist es mit ihrem Gesang nicht weit her. Jeder kennt ihr eintöniges Tschiepen.  
Beide Sperlingsarten brüten 2 bis 3 Mal im Jahr. Ihre Gelege bestehen meistens aus 5 bis 6 Eiern. Beide Eltern brüten abwechselnd und nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Jungen.

 

Feldsperling

Schaut man sich den Kopf dieses Feldsperlings an, kann man den Unterschied zum Haussperling deutlich erkennen. Die Kopfplatte ist nicht grau, sondern durchgehend braun.

 

 

 

Haussperling nach dem Regen

Dieser haussperling hat nach einem Schauer seine Federn in der Sonne gtrocknet. Am Ende des Videos ist er vollkommen trocken und es ist deutlich zu sehen, dass es sich tatsächlich um einen Haussperling handelt.

 

 

Zwei Spatzen mit einer Meinungsverschiedenheit

Diese beiden Haussperlinge waren sich nicht grün. Sie haben ein paar Körnchen im Fensterrahmen entdeckt und wollen den Schatz natürlich für sich allein haben. 

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