Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Rotkehlchen (Erithacus rubecula) leben außer auf Island in ganz Europa. In Nord- und Osteuropa verbringen die Vögel nur den Sommer. Im Herbst fliegen sie als Kurzstreckenzieher in den Westen und Süden. Bei uns in Deutschland leben Rotkehlchen an Waldrändern, in Parks, Friedhöfen, Gärten, Hecken, und Büschen. Mit 14 cm sind die Vögel ebenso groß wie Haussperlinge. Mit seiner orange-roten Kehle ist das Rotkehlchen unverwechselbar. Der Schnabel ist dünn und schwarz. Weibchen und Männchen sehen gleich aus und sind nur schwer von einander zu unterscheiden.

Rotkehlchen ernähren sich von Insekten, Spinnen, Würmern, Schnecken, Larven und Käfern. Am Futterhäuschen lassen sich die Vögel leicht beobachten. Dort fressen sie Sämereien oder Haferflocken. Wenn sie einen Garten besitzen sollten sie darauf achten, dass sie immer ein wenig Unterholz und kleine Laubhaufen im Garten lassen. So finden die Rotkehlchen auch im Winter noch genügend Insekten und Larven.

Rotkehlchen hört man schon vor Sonnenaufgang und abends, noch nach Sonnenuntergang.

In der Zeit von April bis Juli brüten Rotkehlchen in Deutschland. Häufig kommt es zu zwei Bruten. Rotkehlchen bauen ihre Nester nahe am Boden in dichter Vegetation. Gern verstecken die Vögel ihr Nest in Hecken oder hinter Efeu. Es wird aus Pflanzen, Moos und Blättern napfförmig gebaut und mit Haaren und Federn ausgepolstert. Rotkehlchen legen 5 bis 7 gelbliche Eier mit bräunlichen Flecken, die das Weibchen alleine bebrütet. Während der Brutzeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die Jungen schlüpfen nach 14 Tagen. Nach weiteren 14 Tagen sind sie bereits flügge und fliegen ihren Eltern hinterher. Sie betteln dann noch ein paar Tage nach Nahrung und werden von ihren Eltern versorgt, bis sie sich selbst versorgen können. Rotkehlchen stehen auf der Speisekarte von unserer Hauskatze, Wiesel, Eichhörnchen, Marder, Rabenvögel und vielen Greifvögeln.

 

Rotkehlchen auf einem Zaun

Rotkehlchen folgen oft Wildschweinen, wenn sie den Waldboden umwühlen. Häufig finden sie dann Nahrung in der Erde. Ebenso habe ich schon beobachtet, dass sie interessiert zusehen, wenn jemand den Garten umgräbt. So bald man damit aufhört, schauen sie nach ob sie nicht etwas Leckeres finden. Vielleicht sehen sie in uns so etwas ähnliches, wie Schweine.

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