Stockente (Anas platyrhynchos)

Die Stockente (Anas platyrhynchos) ist die am häufigsten vorkommende Ente Europas. Sie werden etwa 60 cm groß und erreichen ein Gewicht von bis zu 1500g. Ihrer Flügelspannweite von etwa 95 cm macht sie zu geschickten und ausdauernden Fliegern.
Mit ihrem grünmetallischen Kopf sind die ausgewachsenen Männchen unverwechselbar. Will man die Weibchen auf dem Nest beobachten, muss man schon zweimal hin sehen. Sie sind mit ihrem unscheinbaren hellbraunen Federkleid sehr gut getarnt.

Stockenten sind nicht besonders anspruchsvoll. Finden sie irgendwo ein Gewässer, sind sie zufrieden. Deshalb leben sie fast überall in Europa und Asien. In vielen Teilen der Welt, wollten die Auswanderer nicht auf die beliebten Vögel aus der Heimat verzichten. Deshalb wurden Stockenten in Nordamerika, Neuseeland und in Australien ausgesetzt.

 

Beobachtet man eine Stockente beim Fressen stellt man fest, dass ihr Schnabel ein Präzisionswerkzeug ist. Sie vertilgen damit fast alles, was sie überwältigen können. Ihre Nahrung besteht aus Pflanzen, Samen, Würmern, Schnecken, Fröschen und hin und wieder muss auch schon einmal eine kleine Maus dran glauben. Die Kücken der Stockente werden nicht von ihren Eltern gefüttert. Sie suchen sich ihre Nahrung vom ersten Tag an selbst.

 

Standort treue Enten beginnen bereits im September mit der Balz und verpaaren sich. Zugvögel kommen gegen Ende des Winters aus dem Winterquartier und beginnen erst nach ihrem Eintreffen mit der Balz und der Paarbindung. Im März bauen die Stockenten ihr Nest und legen 9 bis 12 Eier. Erst wenn das letzte Ei gelegt ist, beginnen die Vögel Brut. Sie dauert etwa 28 Tage. Bei der Wahl ihres Nistplatzes sind Stockenten sehr flexibel. Es wurden schon brütende Enten auf dem Mittelstreifen von Autobahnen oder im Gleisbett der Eisenbahn beobachtet. Lärm stört sie anscheinend überhaupt nicht und sie nehmen den Krach der Zivilisation gern in Kauf, wenn er die Beutegreifer fern hält.    

 

Stockenten haben viele Feinde, wie zum Beispiel Fuchs, Marder, Ratten, Möwen, Greifvögel, und Rabenvögel. Wenn die Kücken ihren vielen Feinden entgehen, sind sie nach 60 Tagen flügge. Auch wenn die Vögel erwachsen sind, stehen sie weiterhin auf der Speisekarte vieler Beutegreifer. Deshalb sterben die meisten Stockenten bereits im ersten Jahr. Erfahrene Vögel können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Stockentenpaar an der Imbissbude

Diese Enten waren kein bisschen scheu. Aktiv bettelten sie die Kunden dieser Imbissbude an.

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