© Martin_Mecnarowski

Erlenzeisig

Erlenzeisige (Carduelis spinus) kommen benah in ganz Europa vor. Nur in Island und Nordskandinavien kommen sie nicht vor, da sie sich von Samen, Blattläusen und auf Bäumen lebenden Insekten ernähren. Sie gehören zu den Teilziehern. Hier in Deutschland sind viele Vögel standorttreu, während die Erlenzeisige aus Skandinavien den Winter lieber bei uns oder noch weiter südlich verbringen. Sie halten sich am liebsten in der Nähe von Gewässern in Erlen- und Birkenwäldern auf. Erlenzeisige sind deutlich kleiner als Spatzen, haben aber ein ebenso großes Ego. Sie sind sehr lebhaft als Mitglieder der Finkenfamilie sind sie sehr streitsüchtig. Erlenzeisige wurden früher gern als Käfigvögel gehalten, weil sie so lebhaft sind. Sie können ebenso gut klettern wie die Blaumeisen und hängen kopfüber an Erlen- und Birkenzweigen um an die Samen und Knospen heranzukommen. In den Wintermonaten schließen sich die Erlenzeisige zu großen Schwärmen zusammen und suchen gemeinsam nach Nahrung.

Mit 12 cm vom Schnabel bis zur Schwanzspitze sind die Vögel sehr klein und werden nur etwa so groß wie eine Blaumeise.

Männchen haben einen grünen Rücken mit schwarzen Streifen. Oben auf der Schädeldecke ist der Kopf ebenfalls schwarz gefärbt, die Brust ist grün bis gelb, der Bauch ist hell und auf den Flügeln und auf dem Schwanz tragen sie ein gelbes Band. Weibchen und Männchen lassen sich recht einfach von einander unterscheiden. Das Weibchen ist etwas schlichter gefärbt, hat einen hellgrauen Kopf und trägt auf der Unterseite dunkle Striche.

Erlenzeisige brüten hoch oben in den Baumkronen. Ihre Nester Sie bestehen aus Zweigen, dünnen Wurzeln, Flechten, Halmen und Moos. Sie sind tief ausgehöhlt und so fallen die Jungen auch bei einem Sturm nur selten heraus. Meistens brüten die Vögel zwei Mal im Jahr in der Zeit zwischen April und Juli.

Die Weibchen legen 3 bis 5 weiße Eier mit rotbraunen Flecken. Nach etwa 13 Tage schlüpfen die Jungen. Sie bleiben 15 Tage lang im Nest und werden von beiden Eltern gefüttert. Die Nahrung der Jungen besteht am Anfang aus Insekten, Blattläusen und später auch aus Sämereien. Die Nahrung der Altvögel besteht überwiegend aus den Baumsamen von z.B. Fichten, Erlen und Birken.

Die Jungvögel kann man leicht mit den Weibchen verwechseln. Erlenzeisige brüten nicht umsonst zwei Mal, denn viele Jungvögel erleben nicht ihren ersten Geburtstag. Überall lauern Feinde wie Katzen, Eichhörnchen, Greifvögel und andere Fressfeinde. In den Wintermonaten kommen die Erlenzeisige an die Futterstellen zu den Menschen. Aber auch hier lauern Gefahren. Weil die Vögel im Schwarm auftreten, kann auch ein Virus sehr viele Vögel auslöschen. Halten sie deshalb ihre Futterstelle immer blitzsauber!

 

Erlenzeisig knabbert an einem Erlensamen

Dieser kleine Vogel macht seinem Namen alle Ehre. Er holt sich die Erlensamen aus dem kleinen Zapfen wie ein Artist. Aber vermutlich ist dieses Kunststück gar nichts besonderes für ihn.

 

 

Ein Schwarm an der Futterstelle

Erlenzeisige können einfach nicht friedlich neben einander sitzen und ohne Streit fressen. Sie verteilen ständig Schnabelhiebe und drohen als wären sie drei Meter groß.

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